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die Sache mit der digitalen Welt

FRAGEN FÜR SESSION II ( wird noch beendet iLdT 16.08. )

Hi, nochmal. Ich hab an der Stelle meine Auftaktfragen zusammengestellt. Ich habe versucht dabei ein Spektrum an Themen zusammenzustellen über die wir zusammen sprechen können, bzw. an denen Ihr eure Expertise teilen könnt. Es kann durchaus sein, das ich thematisch etwas an euren Kernarbeiten vorbeischliddere – verzeiht das bitte – Gern überrascht uns mit euren eigenen Winkeln. Ich werde die Fragen nochmal finalisieren heute oder morgen. Danke und auf bald – Tristan


@Torsten
Die sehr vielen Geräte und Systeme, die Ihr im Ausstellungskontext platziert benötigen Wartung auf Seite der Software. Sei es die Anwendung, Treiber oder Middleware Updates oder einfach nur Programmausfälle. Welche Herangehensweise hat sich bewährt in der Praxis alles weitestgehend am Laufen zu halten?

Das wunderbare Kredo „Alles kann man anfassen“ find ich super für eine Ausstellung. Was sind allerdings rein praktische Erfahrungen im Verschleiß von Hardware? Was geht öfter kaputt? Was hält sich? Gibt es eine Faustregel um interaktive Systeme auch im laufenden Betrieb gut zu sichern?


@Talea
Die Entwicklung und der Umgang mit einem System für eine Gruppenerfahrung in erweiterter Realität ist ein sehr spannendes Unterfangen – und zugleich eine große Herausforderung – Stichwort Synchroniserung, Funkstrecken, Geräte die ausfallen etc. – Welche Daumenregeln könnt Ihr teilen im Umgang mit einem so komplexen, „performativem“ System? Was sind die Herausforderungen? Wie geht Ihr mit Ausfällen um?

Würde es für Euch Sinn ergeben, das System nach aussen zu öffnen? Sprich die Software in Form von Open Source bereitzustellen?


@Christiane
Die Grundidee, das NutzerInnen eigene Ausstellungen zusammenstellen können finde ich auf vielen Ebenen sinnvoll. Ganz konkret visualisiert: Was erwartet Ihr als Output von den NutzerInnen. Wie werden diese Ausstellungen aussehen? Welcher Umfang?

Wenn man das Projekt wie ein Werkzeug denkt: Was könnten spannende Anwendungen in der Ausstellung, im Rahmenprogramm oder in Workshops damit sein? – z.B. ganz platt: Erstelle eine eigene Ausstellung und mach ein Selfie darin. Oder erstelle eine eigene Ausstellung um es der Familie am Küchentisch zu zeigen. – Gibt es da schon Überlegungen?

Wie bleiben die Ausstellungen auch für die NutzerInnen untereinander sichtbar? Was könnte die UserInnen motivieren die Ausstellungen anderer anzuschauen?


@Steffen
Ich empfinde die Vorstellung, die Großsteingräber in Ihrer ganzen Dimension und Wucht abzubilden als sehr spannend. Auch die damit verbundenen kulturellen Implikationen – wie Rituale erfahrbar zu machen. Daher ein kleines Gedankenspiel: Wäre es auch denkbar, die vituellen Installationen auch direkt an reale Orte draußen zu platzieren? Oder ggf. sogar ähnliche Orte in der Natur zu finden und Realität und Virtualität zu mischen? Dazu noch eins weiter gedacht: gibt es bestehende Karten mit real existierenden, zugänglichen Großsteingräbern? Würde es Sinn ergeben, sich in dem Zusammenhang mit dem Konzept des Geocaching auseinanderzusetzen?


@Ilya
„Vom Lebewesen zum Stein und vom Stein zum Lebewesen“ – empfinde ich noch immer als sehr spannende Idee. Hierzu sind mir in den letzten Tagen immer wieder Pflanzenbestimmungs-Apps eingefallen. ( smartphone > foto von Pflanze > KI bestimmt daraus mögliche Kandidaten ) – Ganz im Sinne davon ein konkretes Werkzeug anstatt eines Exponat zu entwickeln: Wäre es denkbar eine Gesteinsbestimmungs-App zu entwickeln – die mit eigenen Fotos von hiesigem Gestein funktioniert und die Inhalte sinnvoll vermitteln kann? z. B. ich fotografiere ein Gestein X – das Gestein wird bestimmt und daraus morhen sich Lebewesen, oder Pflanzen, die damit zusammenpassen ( bitte um Entschuldigung, wenn das wissenschaftlich Quatsch ist – ich überlege quasi laut 🙂 )


@Alissa
Wir sprachen ja über eine VR Installation, die vor Ort, als eine Art Performance entwickelt/stattfinden wird. Dazu fiel mir noch ein anderer Winkel ein: VR hat ja per se das Problem der Vereinzelung – d. h. die BenutzerInnen in der Anwendung erleben allein, die umherstehenden BesucherInnen sind für gewöhnlich nicht eingebunden. Wie würdest du eine Verbindung / Interaktion zwischen Publikum und Interagierendem erzeugen? Was wäre spannend?


@Lea
Ich bin ein großer Freund des Kredo, „Was hat das mit mir zu tun?“ – daher finde ich es stets sinnvoll erlebbare Dinge zu erschaffen, was mir bei der Überführung von traditioneller Kleidung ins Digitale besonders gefällt. Seit dem iPhone 10 können wir auf iOS bodytracking in Echtzeit zurückgreifen, d.h. die digitalisierten Kleidungsstücke, Muster oder Accessoires selbst tragen – sogar ganz unabhängig vom Museum. Stichwort #digitalfashion

Welchen Chancen seht ihr in diesem direkten Zugang? Welche Herausforderungen seht Ihr in der Vermittlung von Inhalten, die mit diesen virtuellen Kleidungsstücken verbunden sind? Wie stellt Ihr Euch die Ansprache an die NutzerInnen vor?


@Danica
Die Entwicklung von Interaktionen und Spielen rund um das Konzept der Escape Room halte ich spannend, einfach anwendbar, weil es einen alternativen Zugang zu Inhalten, auch in einer sehr diversen Zielgruppe, ermöglichen kann.

Wie unterscheidet sich die Erfahrung, die ich erlebe in einem real existierenden Escape Room von einer rein virtuell/visuellen Erfahrung z. B. in VR? Welche Vor- oder Nachteile gibt es zwischen realer und virtueller Umsetzung?

Wie unterscheidet sich ein solches Spiel- und Interaktionskonzept in Hinsicht auf SpielerInnen verschiedenen Alters? Verschiedenen kulturellen Hintergrundes?

Könnt Ihr eine gute Faustregel teilen, wenn es darum geht konkrete Interaktionen/Rätsel mit Inhalten zu verbinden?

LINKS++


Digitale Vermittlungsformate in der Kultur: Empfehlung Auftakttalk auf Twitter: https://twitter.com/kulturstiftung/status/1549428640613638145


Ein etwa älterer Vortrag von Jane McGonigal: Videospiele für eine bessere Welt – an manchen Stellen ist der Vortrag etwas opportunistisch, aber Sie macht ein paar sehr schöne Winkel auf:


Hier noch ein Vortrag von Alistair Hudson : Why Art is Useful | Etwas abseits vom Kernthema, aber ich finde, das hier einige schöne Punkte gemacht werden, welche Rolle ein Museum spielen kann als Schnittstelle zur Community.