MUTUAL | 2021-10

experimentaldigital faceapplications and speculative user interfaces for the human head

Bereits heute sind wird Cyborgs. Die technischen Geräte, die wir heute täglich verwenden, erweitern unseren menschlichen Körper. Ob Smartphone, Smartwatch bis hin zum Boardcomputer im Auto – unsere Geräte verfügen über Sensorik jenseits unserer menschlichen Sinne, erfassen und verwerten Daten über unser Verhalten und haben damit bereits heute einen bedeutenden Einfluss auf unser soziales Miteinander ausüben. Die Technologie nähert sich dem menschlichen Körper. Gehen wir mit dieser Entwicklung verantwortungsbewußt um? Wohin wollen wir uns entwickeln mit diesen Optimierungsmaßnahmen?

Der Einsatz von Technologie ermöglicht uns zweifelsohne viele Freiheiten und einen hohen Grad an Lebensqualität. Durch Maschinen können wir heute unsere Körperkraft, unsere sensorischen Fähigkeiten und unsere neuronale Kapazität erweitern. Wir haben Maschine erschaffen, die uns schwere oder repetitive Arbeit abnehmen können, die Krankheiten besser erkennen können oder und eine globale, Echtzeitkommunikation ermöglichen. Diese Entwicklung hat in unserer Vergangenheit und bist heute durchaus kritische Verwerfungen erzeugt, aber im langer Sicht, unsere Lebensqualität verbessert. Dies kommt jedoch mit einem hohen Preis: Nur wenige dieser Technologien messen sich an Effizienz und Nachhaltigkeit mit Systemen, die wir in der Natur wiederfinden. In der Natur ist jedes Element in einen geschlossenen Zyklus aus Entstehung und Zerfall integriert. AN der Stelle gibt es einen groben Kontrast mit unserem Verständnis von Technologie und Fortschritt, wo Ressourcen als unendlich und nicht zyklisch betrachtet werden. Um Technologie und unser Verständnis von Innovation und Fortschritt auf lange Sicht nachhaltig zu gestalten muss jede Komponente unserer Technologie im besten Fall zurück in den biologischen Kreislauf fliessen können ohne Schäden zu verursachen. Das verlangt ein Umdenken indem, was wir unter Technologie verstehen, bzw. worauf unsere Technologie basiert – bis hin zu neuen Ästhetiken!

Ein Teil des Projekt MUTUAL umfasst eine Reihe an biomorphen Schnittstellen. Die Entwicklung der Prototypen geht vom menschlichen Körper als Habitat für bioaktive Schnittstellen aus natürlichen Materialien wie Mycel, Algen, Knochen oder Chitin aus. * STUDIE HIER REIN! – Die natürlichen Eigenschaften der eingesetzten Materialien sind Form, aber auch Funktionsbestimmend. Mit CRISPR Methoden lassen sich zudem schon heute besondere Eigenschaften gestalten. Selbst die Schnittstelle zur digitalen Welt ist schon heute nicht weit entfernt.

Die MUTUAL Prototypen sind Hybride zwischen Kleidung, Schmuck und Arbeitsgerät.

Verbindung von Form/Material, Musterung und Funktion.

Welche Eigenschaften wünschen wir uns für diese Art der Funktionskleidung?

Wenn wir unsere Kleidung als lebendiges, bioaktives, selbstreapierendes, selbstdenkendes Wesen betrachten – wie wollen wir damit interagieren? Wie soll diese Partnerschaft funktionieren?