Februar 22, 2016

IDENTITY?/ID?- Heimerer/DAZ – Kooperationsprojekt

Kooperationsprojekt im Bereich Gestaltung/Kunst mit Schülern der Heimerer Schulen (Erzieher 12 + Freiwillige aus einer Parallelklasse) und zwei DAZ Klassen aus einer Paunsdorfer Oberschule (2 Klassen zu 20 Schülern > aber nur insgesamt 15-20 max auf freiwilliger Basis) sowie der GfZK Leipzig.

Mit den Methoden der Kunstvermittlung soll ein Kooperationsprojekt stattfinden, welches Schüler der Erzieherklasse der Heimerer Schulen sowie DAZ Schüler der Oberschule Paunsdorf zusammenbringen soll. Sowohl das Kennenlernen, als auch die gemeinsame Projektarbeit soll im Vordergrund stehen und durch gestalterisch-künstlerische Methoden moderiert werden.

Das Thema des Projektes lautet „Identität?“ – und stellt die Frage nach persönlicher und kultureller Identität. Die Auseinandersetzung mit Rollenbildern, Stereotypen, Zuschreibungen können ebenso eine Rolle spielen wie die Entwicklung einer fiktiven Identität. Dazu soll den Schülern eine Auswahl an medialen Werkzeugen zu Verfügung und künstl.-gestalt. Methodik vermittelt werden um eine eigene Postion zum Thema entwickeln zu können.

Ein erstes Ziel wäre es die Teilnehmenden zueinander zu bringen, Lebenswelten aufzeigen, Barrieren abzubauen. Zwischen den Schülergruppen liegt nicht nur ein kultureller, sondern auch ein großer Altersunterschied, der vermittelt werden sollte.

Die einzelnen gestalterischen Projekte sollen in partnerschaftlicher Arbeit in kleinen gemischten Teams aus DAZ/HMR Schülern bearbeitet werden > warum? um Vorurteile, Barrieren etc. abzubauen und interkulturellen Diskurs abbilden zu können.

Diese Projekte werden im Rahmen eines zwei tätigen Workshops mit allen Teilnehmern beginnen. Dieser Workshop wird in der Galerie für Zeitgenössische Kunst stattfinden im Zusammenhang mit der Andy Warhole Ausstellung. Dabei soll in das Thema eingeführt werden und kleine Übungen und Aufgaben stattfinden, z.B.:

– einen eigenen Screentest I anfertigen (auseinandersetzung damit – was sieht man?)
– gegenstände/Klamotten zeigen, die die eigene Identität am meisten definieren
– Verkleidekammer und Screentest II > ausgedachte, gewünschte Identität > Vergleich zu Screentest I

Im Rahmen des Projektes wäre es ideal den Fokus auf einige Medienformate zu lenken, das macht es unkomplizierter. Die Arbeit mit Video spielt dabei eine besondere Rolle, als auch Performance, Musikvideo, Interview, Doku, Handyvideos, Selfies – aber auch einfache gestalterische Arbeiten wie Zeichnungen oder Installationen können eine Rolle spielen.

Zu dem Zeitpunkt ist es hilfreich den Teilnehmenden mitzuteilen, das die Projektarbeit Teil einer Ausstellung sein wird, die im Juli in der GfZK zu sehen sein wird. Dieser Rahmen soll zum Einen als Projektziel als auch Motivation für die Schüler dienen.

Im Rahmen der Ausstellungseröffnung ist es zudem notwendig über die Projektdokumentation eine reflektive Ebene abzudecken. Daher sollten Interviews der Schüler zu Ihren Arbeiten und den Erfahrungen innerhalb des Projektes eine wichtige abschließende Rolle spielen.

Vorläufiger Projektplan

Anfang Mai : Projektleitung macht Besichtigung in der Schule + Schüler von Heimerer max 2-3
> Vorstellung des Projektes, des Vorhabens und schon kleine Übungen
> Sondierung der Lage, erste Abstimmungen für die Projekttage

6.-.8. Juni :  Auftakt und Projekttage
> Kennenlernen + Auseinandersetzung mit dem Thema + Austausch + Partnerfindung
> Ausarbeiten von eignene kleinen Ideen, Positionen durch Übungen vor Ort + Arbeit mit der Ausstellung
> danach ein Monat freies Arbeiten in Eigeninitiative und begleitend im Unterricht an beiden Schulen

11.-15.Juli ist Aufbau in der GfZK Leipzig
> Ausstellung im ganzen Vermittlungssaum + Eröffnung am 15ten gegen Nachmittag.
> Aufbauteam: Projektleitung + Aufbauteam gfzk + Helfer DAZ/HMR Schüler

Pressearbeit und Dokumentation
Neben der Projektarbeit sollen die Schüler mit der Dokumentation, der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit beauftragt werden. Dazu wäre es ideal schon vor den Projekttagen ein Team von 1-2 Schülern zu finden, die sich ausschließlich um diesen Aspekt der Projektarbeit kümmern. Dazu zählt die Photo und Videodokumentation, Interviews, Onlinemedien, Social Media Kanäle aber auch das inhaltliche Arbeiten wie das Verfassen von Pressetexten oder von Blogartikeln und Mail. Super wäre es wenn die Schüler eine kurze Hinweisrunde bei Bea haben könnten.

Finanzierung
Das Projekt soll im weitesten Sinne ohne große Ausgaben stattfinden. Von Seiten der Institutionen sind Fahrkosten und teilweise Honorarkosten gedeckt. Ein kleines Budget für Material und Aufbau wäre gut.

Ausstellungsorte
Interessant ist auch die Verbindung zur Berufsschule und zur Oberschule, die ja per se nicht als Ort des kulturellen Austausches wahrgenommen werden. Was also könnte dort vor Ort passieren? – Es wird angestrebt nach der gfzk Ausstellung die Arbeiten sowohl in der Heimerer Schule als auch in der Paunsdorfer OS zu zeigen.

 

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Insiderinfos

– Offenes Arbeiten schwer für DAZ Schüler > sind klare Anweisung gewöhnt > Umstand an Erzieher weitergeben + thematisieren
– Heranführung der DAZ Schüler an den Kunstbegriff – nicht überfrachten, eher induktiv fragen, was für sie Kunst ist etc…
– Motivation / Punchline entwickeln für die DAZ Schüler > evlt: „Ausstellung machen + eigene Ideen, Kunstwerke machen zusammen mit Deutschen“
– die Erzieher sind durch meinen Unterricht schon fit in Themen wie Performance und Video – d.h. neben der gestalterischen Kompetenz kommt noch das Menschenbild/Empathie als Kompetenz dazu, die wir im peer to peer prinzip nutzen müssen im Rahmen des Prijektes

 

Ideen/ Impulse für Projekte
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Identitäten tauschen?