the asemic drawing process

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Der asemische Zeichenprozess ist in Methode und Dynamik dem algoritmischen Prozess sehr nahe. Der zeichnende Körper wird von äußeren Faktoren, wie Wetter, Oberfläche – von körperlichen wie Reichweite, Dynamik und Wendigkeit – aber auch von psychischen Einflüssen, wie Befinden oder Angst tangiert. Die Fülle dieser Faktoren erzeugt einen Grad der Komplexität, die sich in Dimension, aber auch in ihrer Unabsehbarkeit unserem Verständnis entzieht. Wir betrachten ein semantisches Vakuum, ein von nonsymbolischen Charakter geprägtes Bild – das wir mit unserer eigenen Vorstellung füllen. Ganz wie in der Abstraken Kunst fallen wir zwischen dem Lesen und dem Betrachten des Bildes immer wieder hin und her.

Können wir benennen, warum uns bestimmte Regionen oder ganze asemische Zeichnungen besonders gefallen als anderen? Nehmen wir die Erkenntnisse aus der Kognitionsforschung des visuellen Apparates des Menschen her – reagieren wir auf Größenverteilungen nach dem goldenen Schnitt/Fibounacci Reihe besonders – auch reagieren wir auf heterogene Gruppen von graphischen Elementen und Formen sehr unterschiedlich. Können wir diese Reaktion auf unser Bild der Natur in unserem visuellen Gedächtnis beziehen? Reagieren wir demnach vor allem auf Darstellungen, die unserem individuellen visuellen Erfahrungsschatz nahe kommen? Oder ist genau das Gegenteil zu beobachten?

Stimulanz zur Fokussierung

Musik bei der Produktion, aber auch beim Lesen der Graphik > welcher Effekt? > musik erweitert den assoziatonsraum und kann – fokussierenden Einfluß haben, gerade wenn zeichner + betrachter demselben musikalisch ablauf ausgesetzt sind